cropped-cropped-LogoMakr-5udj6Z-1.png

Ökologischer Wirtschaftsblog

Neue Heizsysteme 2026

Neue Heizsysteme 2026: Tipps, Trends und Finanzierung

Ist die Frage der Gasknappheit noch immer nicht gelöst? Schlagzeilen wie „Gasspeicher-Schock“, „Gasspeicher leerer denn je“, „Auf eine Krise nicht vorbereitet“ könnten den Eindruck erwecken, es gäbe aktuell keinen Grund zur Sorge. Doch die Besorgnis wächst; die Unsicherheit bezüglich der Heizsysteme ist tief verwurzelt. Zudem verstärken die anhaltenden Verzögerungen beim Entwurf der Änderung des deutschen Gebäudeenergiegesetzes (GEG) diese Unsicherheit. Hier ein Blick auf die Situation in Ihrem Heizraum und einige Tipps für den Austausch Ihrer Heizungsanlage im Jahr 2026.

Der dena Gebäudebericht 2026 liefert die Zahlen: Mehr als 5 Millionen Heizsysteme in Deutschland sind über 30 Jahre alt. Und Gasheizungen machen mit über 50 Prozent immer noch den größten Anteil der bestehenden Gebäude aus. Dies erklärt, warum die Sorgen um die Gasspeicherstände so starke Reaktionen hervorrufen. Gebäude, die zwischen 1960 und 1969 errichtet wurden, weisen mit 84 Prozent den höchsten Anteil an Heizsystemen mit fossilen Brennstoffen auf. Von 1990 bis zur aktuellen Gebäudealterskategorie stieg der Anteil der an Fernwärme angeschlossenen Gebäude von 7 auf 11 Prozent, ebenso wie der Anteil der Gebäude mit Wärmepumpen, der im gleichen Zeitraum von 1 auf 36 Prozent zunahm.

  • Wo bleibt das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG)?

Die Eckpunkte des neuen Gebäudeenergiegesetzes (GEG) / Gebäudemanagementgesetzes (GMG) sollten eigentlich bis Ende Januar vorliegen, doch der Zeitplan dürfte sich weiter verzögern. Dies sorgt für Verunsicherung bei den Immobilieneigentümern, denn solange der politische Rahmen unklar bleibt, werden Investitionen in neue Heizsysteme aufgeschoben. Der Bundesverband der Heizwirtschaft (BDH) macht zudem die unzureichende Kommunikation vieler Kommunen zur Wärmeplanung für die Zurückhaltung vieler Immobilieneigentümer verantwortlich: Zahlreiche Haushalte zögern, Entscheidungen zu treffen, solange unklar ist, welche Optionen ihre Kommune für die zukünftige Wärmeversorgung vorsieht. Die Folge dieser abwartenden Haltung: Die Heizkosten sinken für viele Haushalte nicht, und ein enormer Sanierungsstau entsteht.

„Es stimmt aber auch, dass das aktuelle Gebäudeenergiegesetz (GEG) und seine Bestimmungen zum Austausch von Heizungsanlagen Hausbesitzern die Möglichkeit bieten, auf effiziente und umweltfreundliche Heizsysteme umzusteigen und sich von fossilen Brennstoffen unabhängig zu machen! Diese Regelungen bleiben noch einige Monate in Kraft. Darüber hinaus ist die Energiewende in vollem Gange: Im vergangenen Jahr wurden erstmals mehr Wärmepumpen als Gasheizungen verkauft. Das ist eine gute Nachricht für die Haushalte, denn so können sie sich vor steigenden Preisen für fossile Brennstoffe schützen!

  • Finanzierung einer neuen Heizungsanlage:

Benötigen Sie finanzielle Unterstützung für den Austausch Ihrer Heizungsanlage? Die Heizkostenzuschüsse der Deutschen Förderbank (KfW) sind weiterhin vollumfänglich verfügbar! Es werden Zuschüsse von bis zu 70 % gewährt. Nach Einreichung des Antrags haben Hausbesitzer drei Jahre Zeit, das Projekt abzuschließen. Die einzige neue Voraussetzung für KfW-Heizkostenzuschüsse ab 2026 ist, dass luftisolierte Wärmepumpen erhöhte Schallschutzstandards erfüllen müssen. Fast alle Geräte auf dem Markt erfüllen diese Anforderungen jedoch bereits.

  • Heizungsoptimierung: Sparen in einfachen Schritten:

Mit Beginn der Heizperiode taucht ein bekanntes Problem auf: Viele Heizungsanlagen in Deutschland arbeiten ineffizient, was zu unnötig hohen Heizkosten führt. Eine Heizungsoptimierung sorgt für einen reibungslosen und sparsamen Betrieb, und die Kosten amortisieren sich schnell.

Auch für die Überwachung und Optimierung des Heizungsbetriebs in Mehrfamilienhäusern stehen digitale Lösungen zur Verfügung. Diese Maßnahmen können die Energiekosten um 10 bis 20 % senken. Davon profitieren sowohl Mieter (geringere Heizkosten) als auch Vermieter (vorausschauende Wartung, Datenerfassung für gezielte Sanierungsplanung und einfachere Erfüllung der Pflichten zur Inspektion und Optimierung der Heizungsanlage).

  • Zu den Pflichten zur Inspektion und Optimierung der Heizungsanlage:

Die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) gelten für Mehrfamilienhäuser mit sechs oder mehr Wohneinheiten. Ab 2026 unterliegen auch Wärmepumpen erstmals Optimierungsanforderungen. Eine Betriebsprüfung muss nach einer vollen Heizperiode oder spätestens zwei Jahre nach Inbetriebnahme durchgeführt werden. Dies gewährleistet einen effizienten Betrieb und beugt überhöhten Stromkosten vor.

  • Die Pflicht zum Austausch alter Heizkessel:

Die Pflicht zum Austausch alter Öl- und Gasheizkessel gemäß Gebäudeenergiegesetz (GEG) betrifft derzeit nur eine sehr geringe Anzahl von Heizkesseln. Käufer von Immobilien mit einem erheblichen Instandhaltungsrückstand oder langen Leerstandszeiten sollten dies jedoch beachten.

  • Weitere wichtige Informationen zu Heizräumen:

-Bis Ende Februar können Haushalte mit Wärmepumpen eine Rückerstattung der Kosten für Blockheizkraftwerke (BHKW) und die Installation von Wasserpumpen auf See beantragen, sofern die Wärmepumpe über einen eigenen Zähler verfügt.

-Wer sich für die Installation einer Wärmepumpe interessiert, kann in den aktuellen kalten Wochen unkompliziert einen Eignungstest durchführen.

-Hausbesitzer können die Daten von 2025 als Richtwert nutzen, um die Kosten einer neuen Heizungsanlage abzuschätzen.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert